Das deutsche Gegenwartstheater, das schon kurz davor ist, sich selbst abzuschaffen, könnte dank Daniel Kehlmann und ein paar anderen erfreulich uneitlen und ebenso klugen wie begabten Autoren vielleicht doch noch eine Überlebenschance haben …
Es wird Zeit, dass gelegentlich mal jemand aufsteht und so ganz nebenher einfach erwähnt, dass der Kaiser eigentlich nackt ist! Wenn das dem Kaiser (dem kritikerkompatiblen, sich selbst beweihräuchernden Regietheater) nicht gefällt – so what! Dazu hat Daniel Kehlmann einiges zu sagen, was nicht nur vernünftig, sondern vor allem konstruktiv ist.
