Soeben im Werbespot gehört: „Fleisch anbraten – immer wieder eine Herausforderung!“
Was kommt als nächstes? „Wasser kochen – das letzte ungelöste Problem der Menschheit?“

Gaby Sikorskis Homepage
Soeben im Werbespot gehört: „Fleisch anbraten – immer wieder eine Herausforderung!“
Zur Abwechslung mal ein Link, und zwar einer für Bücherfetischisten wie mich:
http://bookshelfporn.com/
Bücherwände und Regale zum Sichgarnichtsattsehnkönnen!
Wundabah!
Umziehen ist eine interessante und spannende Angelegenheit. Man hält in sehr kurzer Zeit etwa 14 Millionen Gegenstände mindestens zweimal in der Hand, die alle einen neuen Platz suchen. Nur selten hat man die Gelegenheit, jeden dieser Gegenstände einzeln und ausführlich zu befragen, an welchem Platz er am liebsten ruhen möchte.
Viel häufiger hingegen geschieht es, dass der Gegenstand in den Müll wandert. Vielleicht komme ich auf diese Weise doch noch auf unter 10 Millionen?
Liebe BlogGäste,
ich gebe die Bitte um Unterstützung einer Petition an euch weiter, weil ich mich als ehemalige Leiterin des Kinderfilmfests der Berlinale und als Gründungsmitglied des Fördervereins Deutscher Kinderfilm dem Kino für junge Menschen noch immer stark verbunden fühle.
Die Situation des deutschen Kinderfilms im Kino ist desolat und im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern geradezu peinlich. Es kommen praktisch keine unabhängig produzierten Kinderfilme mehr ins Kino. Die Gründe dafür sind vielfältig – aber damit sich etwas ändert, möchte ich mich gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kolleginnen aus der Medienszene dafür einsetzen, dass sich in der Öffentlichkeit ein Problembewusstsein für die derzeitige Lage entwickelt.
Kinder haben vielleicht keine Lobby – aber sie haben das Recht auf Kultur.
Bitte unterstützt die Petition! Entweder kann man dazu den Link auf der Website www.filmpolitik.org
nutzen, oder man kann sich direkt auf die Mitzeichnungswebsite des Petitionsausschusses begeben:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=22699
Macht bitte die Petition in eurem beruflichen und privaten Umfeld bekannt.
Danke für eure Unterstützung!
Gaby Sikorski
Zum Autorenstammtisch treffen sich an jedem ersten Mittwoch im Monat Leseratten und Schreibfexe aus ganz Berlin. In lockerer Runde geht es um selbst Geschriebenes und selbst Gelesenes, um Tipps, Tricks, Infos und Neuigkeiten aus der Welt des Schreibens und des Lesens. Oft sind zusätzlich Experten geladen, die informativ und spannend aus ihrer Arbeit als Autoren, Lektoren, Journalisten oder Verleger berichten.
Gäste sind herzlich willkommen! Weitere Infos unter sikorski(at)kulturspirale.de
Mahlzeit!
Ciao, Berlinale 2012!
18 Filme, 8 Empfänge (morgens, nachmittags, abends), 3 Panels bzw. Podiumsgespräche, anderthalb freie Tage.
Und was noch viel wichtiger ist: Ich habe viele liebe Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen wiedergetroffen. Mit einigen bin ich essen gegangen oder einfach mal umme Ecke uffn Kaffe – und hab dafür einen Film sausen lassen. Das hätte ich vor zwanzig Jahren niemals getan!
Also ein ganz gemütliches Festival … so kann’s weitergehen: Willkommen, Berlinale 2013!
Freitag, 17. Februar 2012
Schöne, neue Welt:
In meiner sehr kurzen Mittagspause zwischen zwei Filmen saß neben mir im Italo-Schnellrestaurant ein Kerl, der sich nicht entblödete, beim Essen zu telefonieren bzw. beim Telefonieren zu essen.
Sollte er das hier lesen: Nee, Junge – jeht jarnich, denn
1. hast du mich und die übrigen Gäste mit Deinem Geschwafel genervt (#Sozialanalphabetismus),
2. ist Dein Essen dabei kalt geworden, das im Übrigen gar nicht so schlecht war (#Speisenmissachtung),
3. hast Du damit auch noch den Restaurantbetreiber beleidigt (#gastronomische Ignoranz)
4. ist Gequatsche über einen Businessplan und die dazugehörigen Konzepte, die Du offenbar für einen armen Menschen erstellen willst, vollkommen unseriös, wenn man dabei statt des Konzepts eine Portion Spaghetti Carbonara vor sich hat (#Inkompetenz),
und bist Du schließlich 5. keinesfalls so wichtig, wie Du vielleicht zu hoffen glaubst, sondern einfach ein armes Würstchen, und zwar bald eines mit Magengeschwür und Gallensteinen, wenn Du so weitermachst (#Intensivstation).
So, das musste mal gesagt werden!
Donnerstag, 17. Februar 2012
Wer sich als akkreditierter Berlinale-Gast einen schönen Tag mit spannenden Filmen und freundlichen Menschen in angenehmer Atmosphäre gönnen möchte, der besucht die inzwischen schon traditionellen Programmkino-Previews. Hier gibt es keine nervösen Journalisten, keine hektischen Fotografen, keine aufgeregten Teenies oder Autogrammjäger, kein Gezerre, kein Geschiebe, kein Gezeter. Denn hier treffen sich die Arthouse-Kinoleute, um vorab Filme zu sehen, die in den nächsten Monaten anlaufen.
Der gemeine Filmkunst-Kinomensch (homo cinematographicus artistis, im weiteren Verlauf: FKM) betreibt ein oder mehrere Arthouse-Kinos und/oder einen Filmverleih, der Filmkunst ins Kino bringt. Er liebt alles, was mit Film und Kino zu tun hat, und beherrscht eine Unzahl unterschiedlicher Tätigkeiten, zu denen neben Buchhaltung und Filme vorführen auch Kartenverkauf, Plakatgestaltung und Saal putzen gehören.
Ein FKM steht nicht gern im Mittelpunkt. Auf der nach oben offenen Eitelkeitsskala liegt ein FKM bei durchschnittlich 0,04 EA/h (Eitelkeitsanfälle pro Stunde. Der Wert wurde bis vor Kurzem noch in Guttenberg/Stunde gemessen.) Zum Vergleich: Dieter Bohlen kommt auf respektable 26,3 EA/h, ein durchschnittlicher Schauspieler liegt bei 18,8 EA/h.
Ein FKM fühlt sich am wohlsten, wenn er vor einem sich stetig füllenden Kinosaal steht. Der Anblick eines großen, leeren Raumes bereitet ihm körperliches Unbehagen. Besonders lebhaft, geradezu ausgelassen reagiert er, wenn man ihm ein Schild mit der Aufschrift „Ausverkauft“ zeigt. Dann schlägt er Purzelbäume, hüpft fröhlich auf und nieder oder gibt einen aus. Ein FKM benötigt nur wenig Nahrung. In Notzeiten ernährt er sich wochenlang von schwarzem Kaffee und Gummibärchen.
Als Hausgenosse eignet sich ein FKM nur bedingt, da er nachtaktiv ist – oft in Verbindung mit einer extremen Wetterfühligkeit, was sich in einer Abneigung gegen extreme Wetterlagen wie Schönwetterphasen und Kälteperioden äußert. Viele FKM reagieren zudem allergisch auf Großereignisse (Fußball-WM, Karneval, Fernsehshows).
Bei guter Pflege und mit ein wenig Zuwendung ist der FKM jedoch ein sympathischer Hausgenosse und ein treuer Freund. Die Angehörigen dieser seltenen Spezies sind bekannt für ihre Freundlichkeit, ihren Idealismus, ihre Offenheit und ihren Optimismus. Sie sind überzeugt von dem, was sie tun, und nehmen dafür ein Leben in Kauf, das aus einer 7-Tage-Woche besteht und weder Sonn- noch Feiertage kennt (außer vielleicht Heiligabend!).
Der FKM hat keine natürlichen Feinde. Allerdings haben sich in den letzten Jahren in den Großstädten die so genannten SMK (Supermarktkinos) stark vermehrt, in denen Popcornmonster und Nachostinker einen fruchtbaren Nährboden finden, die aufgrund ihrer sozialen Unverträglichkeit möglicherweise auch das Fortbestehen der FKM gefährden könnten.
Eigens eingerichtete Schutzzonen (Kommunale Kinos) sollen dafür sorgen, dass die FKM auch in Zukunft ihrer segensreichen Tätigkeit nachgehen können. Dennoch bleibt zu hoffen, dass es auch in 10 oder 25 Jahren noch FKM in freier Wildbahn geben wird!