Kulturtipps für Schöneberg

Und heute mal was richtig Berlinerisches …

Ab ins Café Bilderbuch – übrigens eines meiner Lieblingscafés in Berlin. Doch am Sonnahmt, dem 9. März gibt es noch einen Grund mehr, in die Akazienstraße zu fahren, denn dann präsentiert ab 20:00 Uhr die Schauspielerin und Sängerin Iris Wegner ihr Berliner Milljöh-Programm
Tanz doch mal aus de Reihe

ein Bühnenstück mit Liedern, Gassenhauern und szenischen Gedichten aus dem alten Berlin. Mit Liedern wie „Die Minderwertigen“ oder „Molle und Korn“, zu denen ihr Partner, der Pianist Stephan Heinroth, kräftig in die Tasten haut, beschwört Iris Wegner die alte Zeit herauf und bringt die Denke und den Humor der kleinen Leute aus dem alten Berlin direktemang ins 21. Jahrhundert.
Gemeinsam mit Stephan Heinroth bringt Iris Wegner ein Gaunerpärchen auf die Bühne, dass die Heide wackelt. Wenn die beiden unsere ollen Berliner Lieder schmettern, bleibt keen Ooge trocken! Also nüscht wie hin!
Ort: Café Bilderbuch
Akazienstraße 28, 10823 Berlin
Eintritt frei – Vorbestellung empfohlen
Telefon: 030 – 7876057

Neues aus der Texterei …

Mal wieder ein richtig guter Beitrag zur überhand nehmenden Schlamperei in deutschen Verlagen. Ein bisschen Häme und Schadenfreude ist natürlich auch dabei … aber vor allem handelt es sich um einen richtig gut geschriebenen, witzigen Text, der mich stellenweise laut auflachen ließ. Toll, Herr Rohloff!

Diese Zeitschrift wird mir immer sympathischer … Zeitschrift für europäisches Denken – das rockt! Und ein bisschen denken hat ja eigentlich noch nie geschadet …

Link zum MERKUR-blog

Dürerkiez und Malerviertel

Pünktlich zum Ende der Berlinale: die ersten Frühlingsboten!
Jetzt dauert’s nicht mehr lange …

Vorfrühling an der Schreibstube
Foto: Gabriele Sikorski

Neues aus der Texterei

Liegt bei Dir ein passendes unveröffentlichtes Kurzgeschichten-Manuskript in der Schublade? 

Oder hast Du Zeit und Lust fürs Dichten? 

Dann geht’s hier zu einem Schreibwettbewerb für Fantasy-Literatur.
Den ausgewählten Teilnehmern winkt die Veröffentlichung in einer Anthologie, sogar mit Honorar …

Das scheint zumindest eine seriöse Angelegenheit zu sein. Also, wetzt die Federn, spitzt die Bleistifte, ölt die Tastatur und putzt die Monitore. Ab an den Schreibtisch und viel Erfolg!

Einsendeschluss: 30. April 2013



Out of Friedenau – die Schreibstube unterwegs

Für Klassikfans gibt es im Februar wieder eine Reihe von Aufführungen und Konzerten der Berliner Hochschule für Musik Hanns Eisler – viele mit freiem Eintritt!

Derzeit meine Favoriten: Ich freue mich sehr auf Benjamin Brittens „The Turn of the Screw“ am 7. oder 8. Februar um 19:00 Uhr im Studiosaal Charlottenstraße – im Rahmen der 51. Musiktheaterwerkstatt. Außerdem gibt es wieder Kammermusikkonzerte an insgesamt vier Terminen im Februar, zu denen Studierende musizieren. Das Programm ist eine Überraschung. Der Besuch der genannten Aufführungen ist kostenlos.

Vielleicht auch ein schönes Angebot für Berlingäste …

Weitere Informationen hier: Link zu den Veranstaltungen

Fundbüro – die größten Netzklopse

Aus einer E-Mail:

„Ihre Facebook-Seite könnte mehr Fans gebrauchen? Mit uns erhalten Sie zusätzlich bis zu 10.000 echte, reale, deutsche oder internationale Fans für Ihre Facebook Seite! Vergessen Sie die vollmundigen Versprechen von anderen Anbietern und testen Sie unsere deutschen Qualitäts-Fans für Facebook. Kommen Sie jetzt zum Marktführer!“

Hallo, geht’s noch? Mal abgesehen von der lausigen Formulierung schon dieses ersten Absatzes – was ist wohl der Unterschied zwischen „echten“ und „realen“ Fans? Und warum soll ich bei diesen vollmundigen Versprechen die vollmundigen Versprechen von anderen Anbietern vergessen, die doch eigentlich im Genitiv stehen müssten, die Anbieter – obwohl ich die vollmundigen Versprechen anderer Anbieter gar nicht vergessen kann, weil ich sie nicht einmal kenne. Alles gar nicht so einfach, denn die deutsche Sprache hat so ihre Tücken, aber immerhin passt ja hier der Stil (schlecht) zum Inhalt (mies). Und alles fügt sich aufs Feinste zu einem einheitlich unterirdischen Gesamteindruck.

Die Klippschule für Texter

Aber, lieber Marktführer, eines interessiert mich doch: Wie kann ich diese deutschen Qualitätsfans testen? Und worauf sind die eigentlich dressiert? Schaffen sie es vielleicht, in 30 Sekunden 40 Seiten zu liken? Oder können sie womöglich kommentieren, ohne zu wissen, was sie damit sagen? So wie ungefähr gefühlte 87 Prozent aller Facebookfans? (Selbstverständlich mit Ausnahme der meinigen! Die sind nämlich alle total schlau und vernünftig und kompetent.)

Eines ist jedenfalls klar: Im Blödsinn schreiben werden Deine deutschen Qualitätsfans sicherlich Probleme haben, mit Dir, lieber Marktführer, mitzuhalten …

Neues aus der Texterei

Arbeit für die Arbeitsagentur!

(…)
In der Antwort auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann (Die Linke) steht, dass die Bundesagentur allein in diesem Jahr bis Ende November 346 Weisungen veröffentlicht hat. Und weiter heißt es in der Antwort: „Die Weisungen hatten insgesamt einen Umfang von 921 Seiten nebst 8.105 Seiten Anlage.“

(…)

Zitat aus der Süddeutschen unter der Überschrift: „Bundesagentur macht Arbeit“. 
Link zur Süddeutschen

Aha! Allein 346 Weisungen – die nicht nur gelesen und verstanden, sondern auch umgesetzt und befolgt werden müssen. Bei ca. 230 Arbeitstagen (Urlaubstage sind berücksichtigt, Krankheitstage nicht) ergibt das ca. 1,5 Weisungen pro Arbeitstag. Etwa vier Seiten müssen dafür täglich gelesen werden. Wer noch die Anlagen lesen möchte, hat ein zusätzliches Pensum von mehr als 35 Seiten. Nicht schlecht! 

Das erklärt natürlich auch, warum sich auch hier die Mitarbeiter/-innen nicht mehr so richtig um die Arbeitsuchenden kümmern können … 

Friedenauer Schreibstube
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