Fundbüro – die größten Netzklopse

Aus einer Umfrage der Bewertungsplattform Qype (demnächst: Yelp):

„4. Wie viel Gewinn bleibt Ihnen von jeden 10€ die im Verkauf verdient wurden? (Beispiele: Als Besitzer einer Boutique verkaufen Sie ein T-Shirt für 10€, für das Sie im Großhandel 6€ bezahlt haben. Das heisst, es bleiben Ihnen davon 4€ Gewinn. Oder, als freischaffender Klavierlehrer berechnen Sie 10€ pro Stunde. Die Klavierstunde kostet Sie allerdings nichts, daher beträgt Ihr Gewinn auch 10€)“

Ich sehe schon die zahllosen Klavierlehrer vor mir, die mit Tränen der Dankbarkeit in den Augen zur Kenntnis nehmen, dass sie pro Stunde ganze 10 Euro für sich behalten dürfen, denn so eine Klavierstunde kostet ja nichts …

Und die vielen Boutiquebesitzer erst, die sich an ihren T-Shirts dumm und dusselig verdienen. Haben wir’s nicht eigentlich immer schon gewusst? Ey, Alda, die ziehn hier die fette Kohle ab!

Oh, vormals verehrtes Qype-Team, da hast Du Dir ein feines Hupferl fürs Totenbett gebastelt, das vermutlich von der künftigen Mutterkrake Yelp in Auftrag gegeben wurde. Da laufen sie nun auf Deinem sinkenden Schiff herum, lauter possierliche Wesen mit vermutlich originellen Frisuren, interessanten Nagellackfarben und hohlen Köpfchen, denn offenbar haben die letzten denkfähigen Wesen die Qypanic längst verlassen. Und leider ist auch niemand mehr da, der Korrektur lesen kann. Nur lauter Kevins … 

Mal abgesehen von den wenig charmanten Mängeln in Ausdruck, Rechtschreibung und Zeichensetzung, Qype, Kevin, seid ihr denn von allen guten Mathegeistern verlassen? Habt ihr jemals was von Kalkulation gehört, von Einnahmeüberschussrechnung, von Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben, von Vorsteuerabzugsberechtigung und womöglich von Bilanzen? Ach, das ist doch alles doof und uncool, Alda? Und so kompelz schwirig ***gähn***?

Boah, ey, Alda, es kann doch alles so einfach sein, und endlich wissen wir, wie’s geht. Bei Qype sitzen die Ökonomen der Zukunft: unsere Kevins.

Und weil es gar so schön ist, dazu passend ein Lieblingssong: 




Neues aus der Texterei …

Mal wieder ein richtig guter Beitrag zur überhand nehmenden Schlamperei in deutschen Verlagen. Ein bisschen Häme und Schadenfreude ist natürlich auch dabei … aber vor allem handelt es sich um einen richtig gut geschriebenen, witzigen Text, der mich stellenweise laut auflachen ließ. Toll, Herr Rohloff!

Diese Zeitschrift wird mir immer sympathischer … Zeitschrift für europäisches Denken – das rockt! Und ein bisschen denken hat ja eigentlich noch nie geschadet …

Link zum MERKUR-blog

Schreibtipps aus der Schreibstube

Viele, die schreiben, haben ein Problem: Sie brauchen jemanden, der ihren Text wohlwollend und sachkundig liest und ihnen zeigt, wo und wie ein Text optimierungsbedürftig ist. Dabei geht es um Rechtschreibung und Zeichensetzung, um Inhalt und Ziel eines Textes, aber auch um generelle Grundlagen des professionellen Schreibens, zum Beispiel um Stilregeln. Besonders wenn eine Veröffentlichung geplant ist, empfiehlt es sich, diese Regeln kennenzulernen und zu befolgen.

Entgegen der landläufigen Meinung haben diese Regeln nichts mit dem persönlichen Geschmack des Lesers, sondern schlicht mit Handwerk zu tun. Selbst Profis brauchen Lektoren, die ihnen inhaltlich und stilistisch auf die Sprünge helfen, umso mehr die große Schar der Hobbyschreiber. Freunde und Verwandtschaft sind zwar meistens die ersten, aber nicht immer die besten Ratgeber. Das gilt sogar für viele DeutschlehrerInnen, die oft nicht wissen, welche stilistischen Anforderungen für Profischreiber gelten. Warum also nicht mal ein E-Lektorat ausprobieren?

Neben den kostenlosen Online-Rechtschreibprüfungen, von denen in diesem Blog bereits die Rede war: http://friedenauer-schreibstube.blogspot.de/2012/05/schreibtipps-aus-der-schreibstube.html – gibt es auch einige Angebote für kostenlose E-Lektorate. Ich stelle zwei Angebote vor, die mir gut gefallen haben:

Hier werden Texte auf Füllwörter untersucht. Der korrigierte Text erscheint in einem zweitem Fenster.
Textmenge: unbegrenzt (Empfehlung: Texte seiten- oder maximal kapitelweise eingeben!)
Besonders gut: große Anzahl möglicher Füllwörter (variabel einzustellen)
Der Testsatz: Auch Heini hatte also irgendwie doch noch ein bisschen Zeit.
Das Ergebnis: (Auch) Heini hatte (also) (irgendwie) (doch) noch ein bisschen Zeit.
Fazit: prima Angebot für ambitionierte Schreiber – übersichtlich, mit ausführlicher Beschreibung und zusätzlichen Schreibtipps!

Letter Factory
Ebenfalls Suche nach Füllwörtern. Man kann unter verschiedenen Varianten wählen und Füllwörter markieren, streichen oder durch xxx ersetzen lassen. Das ist sehr nützlich! Der korrigierte Text erscheint im Eingabefenster.
Textmenge: unbegrenzt (Empfehlung:Texte seiten- oder kapitelweise einzugeben!)
Besonders gut: Man kann zusätzlich zu den gelisteten Füllwörtern (weniger als beim Schreiblabor) eigene Wörter eingeben – das ist nützlich, wenn man seine Macken kennt und weiß, welche Wörter man allzu gern und allzu oft verwendet. 
Der Testsatz: Auch Heini hatte also irgendwie doch noch ein bisschen Zeit. 
(Zur Bearbeitung gewählt: Markierung xxx)
Das Ergebnis: xxx Heini hatte xxx xxx xxx noch ein bisschen Zeit.
Fazit: gutes Angebot, das einige Kenntnisse voraussetzt, daher eher für versierte Schreiber. 

Die Suche nach Füllwörtern lässt sich natürlich leicht online vollziehen. Alle anderen Aspekte eines Lektorats (z. B. Wiederholungen, inhaltliche und logische Fehler, Verständlichkeit) kommen bei kostenlosen Online-Angeboten naturgemäß zu kurz. Die Textart – literarisch, wissenschaftlich, berufsbezogen? – spielt ebenfalls eine Rolle. 

Am zuverlässigsten ist das individuelle Lektorat inklusive Beratung durch einen sachkundigen, kollegialen Profi und sinnvollerweise verbunden mit einem Korrektorat. Wer mehr darüber wissen will – einfach die Friedenauer Schreibstube kontaktieren: Telefon 030 33772832 oder E-Mail: info@kulturspirale.de
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