Dürerkiez und Malerviertel

Da hab ich mich gefreut: Das Restaurant freiRaum macht Werbung für uns. Viiielen Dank!

Jeden 1. Montag im Monat ab 17:00 findet hier unser Schreibcafé statt, wo sich mittlerweile sogar Literaturfans und Kreative aus dem Berliner Umland zum Gespräch übers Schreiben und Veröffentlichen einfinden. Toll!

Bald kann man wieder draußensitzen!

Hinterher ab 19:00 Uhr begrüßen wir und alle Fans der Berliner Kiez- und Stadtkultur zum Kulturstammtisch. Da geht es dann vor allem um Projekte, Ideen, Termine und Tipps zum Berliner Kunstleben. 

Und am Ostermontag ist es wieder so weit … Auf vielfachen Wunsch also keine Verschiebung wegen der Feiertage. Wer in Berlin bleibt – einfach vorbeikommen! Hier gibt es ganz einfach angenehme Gespräche in einer netten Runde mit freundlichen Menschen.

Und für alle, die den Hunger auf Kultur mit dem Appetit auf gutes Essen verbinden wollen, sorgt Herr Haile in der Küche.

Hier der Link: Restaurant freiRaum – Hinweis aufs Schreibcafé

Neues aus der Texterei …

Mal wieder ein richtig guter Beitrag zur überhand nehmenden Schlamperei in deutschen Verlagen. Ein bisschen Häme und Schadenfreude ist natürlich auch dabei … aber vor allem handelt es sich um einen richtig gut geschriebenen, witzigen Text, der mich stellenweise laut auflachen ließ. Toll, Herr Rohloff!

Diese Zeitschrift wird mir immer sympathischer … Zeitschrift für europäisches Denken – das rockt! Und ein bisschen denken hat ja eigentlich noch nie geschadet …

Link zum MERKUR-blog

Neues aus der Texterei

Liegt bei Dir ein passendes unveröffentlichtes Kurzgeschichten-Manuskript in der Schublade? 

Oder hast Du Zeit und Lust fürs Dichten? 

Dann geht’s hier zu einem Schreibwettbewerb für Fantasy-Literatur.
Den ausgewählten Teilnehmern winkt die Veröffentlichung in einer Anthologie, sogar mit Honorar …

Das scheint zumindest eine seriöse Angelegenheit zu sein. Also, wetzt die Federn, spitzt die Bleistifte, ölt die Tastatur und putzt die Monitore. Ab an den Schreibtisch und viel Erfolg!

Einsendeschluss: 30. April 2013



Neues aus der Texterei

Arbeit für die Arbeitsagentur!

(…)
In der Antwort auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann (Die Linke) steht, dass die Bundesagentur allein in diesem Jahr bis Ende November 346 Weisungen veröffentlicht hat. Und weiter heißt es in der Antwort: „Die Weisungen hatten insgesamt einen Umfang von 921 Seiten nebst 8.105 Seiten Anlage.“

(…)

Zitat aus der Süddeutschen unter der Überschrift: „Bundesagentur macht Arbeit“. 
Link zur Süddeutschen

Aha! Allein 346 Weisungen – die nicht nur gelesen und verstanden, sondern auch umgesetzt und befolgt werden müssen. Bei ca. 230 Arbeitstagen (Urlaubstage sind berücksichtigt, Krankheitstage nicht) ergibt das ca. 1,5 Weisungen pro Arbeitstag. Etwa vier Seiten müssen dafür täglich gelesen werden. Wer noch die Anlagen lesen möchte, hat ein zusätzliches Pensum von mehr als 35 Seiten. Nicht schlecht! 

Das erklärt natürlich auch, warum sich auch hier die Mitarbeiter/-innen nicht mehr so richtig um die Arbeitsuchenden kümmern können … 

Neues aus der Texterei

Da gibt es diese Kulturzeitschrift MERKUR – deutlich anspruchsvoller als die meisten anderen Publikationen, seit mehr als 60 Jahren hoch angesehen. Ein Monument der deutschen Essayistik, sozusagen. Im Dezember erschien ein Heft mit Texten ausschließlich von Frauen. Man hat kein großes Brimborium darum veranstaltet, es gab ein paar interessante Reaktionen, aber die Quintessenz des Ganzen lautet: Es gibt zu wenig Frauen, die Texte für den MERKUR schreiben oder schreiben könnten. Eine These lautet, dass das Image der Zeitschrift Frauen abschreckt. Stimmt das womöglich? – Hoffentlich nicht!

Zusammengefasst steht da im Editorial: „Frauen sind im Schnitt skrupulöser und zögerlicher, haben weniger den Drang, sich über Themen zu äußern, die (ihrer Wahrnehmung nach) außerhalb ihrer Kernkompetenz liegen und feilen länger an den Texten.“

Ist das wirklich so? – Wenn ich mir meine eigene Arbeit ansehe, dann gebe ich zu, dass ich wirklich oft Skrupel habe, gelegentlich geradezu ängstlich bin. Und ich feile manchmal ewig an meinen Texten, immer in der Hoffnung, dass es was bringt. Bisher bin ich auch noch nie auf die Idee gekommen, mal eben ein Essay abzusondern über ein Thema, mit dem ich mich eher wenig beschäftige. Aber warum eigentlich nicht? Man könnte ja einfach mal was runterschreiben, so chevaleresk dahinbramarbasieren über dies und das, vielleicht aus Wut oder Freude. Beides hilft bekanntlich heftig bei der Textentwicklung.

Jedenfalls bittet die Redaktion Frauen ausdrücklich darum, Texte einzusenden. Auch unverlangt. Ich werd`s probieren. Wer macht mit?

Link zum Editorial

Vom Schreiben

Das deutsche Gegenwartstheater, das schon kurz davor ist, sich selbst abzuschaffen, könnte dank Daniel Kehlmann und ein paar anderen erfreulich uneitlen und ebenso klugen wie begabten Autoren vielleicht doch noch eine Überlebenschance haben …


Es wird Zeit, dass gelegentlich mal jemand aufsteht und so ganz nebenher einfach erwähnt, dass der Kaiser eigentlich nackt ist! Wenn das dem Kaiser (dem kritikerkompatiblen, sich selbst beweihräuchernden Regietheater) nicht gefällt – so what! Dazu hat Daniel Kehlmann einiges zu sagen, was nicht nur vernünftig, sondern vor allem konstruktiv ist.

Neues aus der Texterei

Hätten Sie’s gewusst? – Der Erikativ

Dr. Erika Fuchs hat mehr als 40 Jahre lang die Donald-Duck-Comics ins Deutsche übersetzt. Sie gilt als die „Grande Dame“ der deutschen Comicliteratur und hat mit Kreativität und Humor die deutsche Alltagssprache mitgeprägt und um viele Elemente bereichert. 

Ihr zu Ehren wird der Inflektiv (seufz, stöhn, grummel, ächz) auch Erikativ genannt.

Wer mehr über diese engagierte Kämpferin für das Ansehen des Comics in Deutschland und über ihr Wirken erfahren möchte – hier geht’s zum Webauftritt und zum geplanten Museum:

Erika-Fuchs-Haus

Textgeschluder

Verkehrt, bekloppt, bescheuert – Unwörter im Alltag
Einige Wortbildungen der letzten Jahre treiben mich immer wieder zur Verzweiflung. Wie kann man so ein irreführendes Wort wie Flugananas erfinden?
Ich habe es ausprobiert: Die Dinger können überhaupt nicht fliegen! Nicht mal über kurze Strecken. Sie können nur fallen. Ich habe in meinem bevorzugten Obst- und Gemüseladen eine angebliche Flugananas lediglich in Brusthöhe mit ausgestrecktem rechten Arm gehalten und losgelassen. Sie zeigte ein sehr schlechtes Flugverhalten, das heißt: Sie plumpste einfach zu Boden bzw. sie wäre auf den Boden gefallen, wenn der Gemüsedealer sie nicht mit einem schnellen Sprung, den er vom American Football abgekuckt haben musste, kurz vor dem Aufprall gefangen hätte. 
Also: Flugananas – ohne mich!