Findelfotos

Was ich immer sage: Man gewöhnt sich an allem, auch am Dativ!


Dann wollen wir mal dem Wetter beeindrucken!


Neue Rechtschreibung? – Kein Problem

Jetzt langt’s! 
Hier kommt: ß oder ss – die ultimative Regelerklärung
Merkwürdigerweise denken immer noch viele, dass mit der Rechtschreibreform auch das ß abgeschafft wurde. Warum eigentlich? Ich habe noch keine vernünftige Erklärung dafür gefunden. Das ß ist jedenfalls immer noch quicklebendig. Aus aktuellem Anlass – ich erhielt mal wieder herzliche Grüsse aus der Yorckstrasse – gibt es hier nochmal eine leicht fassliche (!) Erklärung.

Fangen wir mal von vorne an: In der deutschen Sprache kann der scharfe s-Laut – und nur um diesen geht es hier – durch ß oder ss ausgedrückt werden.

Auf einen langen Vokal (a, e, i, o, u und die Umlaute ä, ö, ü) folgt ß. Dies war und ist die Regel. Deshalb schreibt man: Stre, Grüße, Gr, F, Stoß, bl. Als ebenfalls lange Vokale gelten die Doppelvokale, die auch Zwielaute oder – wenn man angeben möchte – Diphthonge genannt werden. Nicht zu verwechseln mit der Diphtherie, die deutlich unangenehmer ist als ein Diphthong. Auf Doppelvokale (ie, ei, au, eu) folgt ebenfalls ß als scharfer s-Laut. Deshalb schreibt man z. B. folgende Wörter mit ß: schließen, heiß, außen und das scheußliche Wort scheußlich.

Wer nun auf diese Beschreibung und auf die dazugehörigen Wörter blickt, stellt erfreut fest: Hier hat sich ja gar nix geändert. Rrrrichtig! Auch wenn gefühlte 65 Prozent aller Deutschen inzwischen Straße und Grüße falsch schreiben – nach einem langen Vokal steht nach wie vor ß. Ganz einfach.

Nun zum ss. Nicht ganz überraschend folgt es auf einen kurzen Vokal. Deshalb heißt es: Tasse, müssen, Risse, Schlösser, küssen und messen.
Nanu!, höre ich es raunen. Da hat sich ja schon wieder nix geändert. Stimmt! Denn diese Regel – nach kurzem Vokal folgt ss – gibt es ebenfalls schon seit Anno Tuck. Was aber ist dann neu an der Rechtschreibung von ß und ss? 
Ganz einfach: Man hat eine Ausnahmeregel abgeschafft, und die lautete: Am Silbenende und am Wortende schreibt man ß. Die deutsche Sprache sollte logischer werden und leichter erlernbar. Es gibt also keine Ausnahme mehr: Nach einem kurzem Vokal wird immer ss geschrieben, nach langem Vokal immer ß.
Wir schreiben Schloss, weil das o kurz ist, also auch: bisschen, dass (wenn es nicht mit einem einfachen s geschrieben wird – dazu bei Gelegenheit mehr!), Kuss und Stuss, Bass und Pass, müsste und müsst, lasst und lässt und natürlich: Floß und floss, goss und groß. Keine Ausnahme mehr! Auf den kurzen Vokal folgt als scharfer s-Laut zwingend ss, auf den langen das ß.

Alles klar? – Alles klar!
Schöne Sonntagsgrüße!






Die Schreibstube unterwegs …

Die glückliche Autorin Rita Kahnt 
bei ihrer Lesung in Fürstenwalde/Spree am 17. Juni 2013

Neben ihr der Saxophonist Matthias Cersovsky,
der für die gelungene musikalische Begleitung sorgte.

Foto: Karin Schuchardt
Trotz brütender Hitze waren an diesem Nachmittag zahlreiche gutgelaunte Gäste in der Aula der Rahn-Schule erschienen und sorgten mit ihrem Applaus dafür, dass die Lesung ein voller Erfolg wurde. Auch diesmal hatte Rita Kahnt alle Hände voll zu tun, um ihr kleines, feines Lyrikbändchen STADTVERLIEBT für ihre zahlreichen Fans zu signieren. (Mit Dank fürs schöne Foto an die Fotografin Karin Schuchardt!)

STADTVERLIEBT ist übrigens als Sonderdruck im MyStory Verlag Berlin erschienen, und zwar bereits in 2. Auflage … ein toller und vor allem verdienter Erfolg für unsere Autorin, die bereits ihr zweites Buch mit uns plant. Und natürlich wird es auch diesmal wieder um Fürstenwalde gehen.

Buchpremiere am 23. Juni in Berlin: ZEIT DER SCHWEINE von Pavol Lesný

Ich kenne und schätze den Autor Pavol Lesný seit vielen Jahren. Sein erstes Buch MADINA war eine der ersten Veröffentlichungen im MyStory Verlag, die ich mitbetreuen durfte, und Pavol Lesný sprach schon damals davon, dass er an einem Roman über seine Jugend arbeitete, der aber leider nicht so recht fertig werden wollte. Einmal habe ich in seinem Romanmanuskript lesen dürfen und war schon von der Kostprobe hingerissen. 

Und nun ist es so weit: Der Roman erscheint – wieder im MyStory Verlag, und wieder durfte ich bei der Entstehung mitwirken. Das Buch trägt den wunderbaren Titel ZEIT DER SCHWEINE, der so viel zu tun hat mit der Jugend des Autors und mit der Zeit, in der er erwachsen wurde, damals in den Siebziger Jahren in der CSSR. 

Pavol Lesný hat Bratislava verlassen und in Berlin eine neue Heimat gefunden. Er ist sicherlich ein wenig weiser geworden seitdem, vielleicht noch pfiffiger und auf jeden Fall ein bisschen ruhiger, aber leider ist er auch nicht mehr so gesund wie der kraftstrotzende, mutige Judokämpfer, der er einmal war. Auch davon handelt dieses Buch, und vielleicht hätte Pavol Lesný es nie fertiggeschrieben, wenn er vor einigen Jahren nicht dank, sondern trotz der Behandlung seiner Ärzte eine schwere Krankheit überlebt hätte … ein Grund, sich zu erinnern, sich auseinanderzusetzen mit dem eigenen Leben. Aber Pavol Lesný ist ein Optimist. Er beklagt nicht sein Schicksal, er ist ein großartiger, witziger Erzähler, der lakonisch und mit viel Ironie davon erzählt, wie eins zum anderen kam und wie aus einem braven Jungen einer wurde, der jede Form von Gängelei und Bürokratie zu hassen wusste und damit ein System, das ihm seine große Liebe ebenso raubte wie seine berufliche Zukunft.

Was für ein toller Typ!, möchte man rufen, wenn man von den listigen Ideen des scheinbar naiven Jungen liest, der sich mit dem Mut der Verzweiflung gegen real sozialistische Apparatschiks zur Wehr setzt. So realistisch und lebendig, dass man sich zurückversetzt fühlt in die Siebziger Jahre. Tatsächlich steckt viel Zeitgeist in diesem autobiographisch geprägten Werk, das vom Erwachsenwerden, vom Leben mit und ohne Familie, von der Sehnsucht nach Freiheit und von der Erfüllbarkeit unserer Träume handelt. 

DIE ZEIT DER SCHWEINE ist eine wunderbar komische und trotzdem sehr ernsthafte Hymne an die Menschlichkeit und an die Liebe. Ich habe dieses Buch verschlungen und mag es sehr, sehr gern.

Morgen ist die Buchpremiere. Ich werde da sein. Alles Gute, Pavol Lesný und: Ahoi!

Wer Zeit und Lust hat, mit dem Autor und uns die Buchpremiere zu feiern, kommt einfach 

am Sonntag, 23. Juni um 17:00 Uhr
ins Pianocafé am Lietzensee
Neue Kantstraße 20 in 14057 Berlin

Es gibt eine Lesung, ein bisschen Musik und die Möglichkeit, sich die ersten Verlagsexemplare vom Autor persönlich signieren zu lassen.





Fundbüro – die größten Netzklopse

Aus einer Umfrage der Bewertungsplattform Qype (demnächst: Yelp):

„4. Wie viel Gewinn bleibt Ihnen von jeden 10€ die im Verkauf verdient wurden? (Beispiele: Als Besitzer einer Boutique verkaufen Sie ein T-Shirt für 10€, für das Sie im Großhandel 6€ bezahlt haben. Das heisst, es bleiben Ihnen davon 4€ Gewinn. Oder, als freischaffender Klavierlehrer berechnen Sie 10€ pro Stunde. Die Klavierstunde kostet Sie allerdings nichts, daher beträgt Ihr Gewinn auch 10€)“

Ich sehe schon die zahllosen Klavierlehrer vor mir, die mit Tränen der Dankbarkeit in den Augen zur Kenntnis nehmen, dass sie pro Stunde ganze 10 Euro für sich behalten dürfen, denn so eine Klavierstunde kostet ja nichts …

Und die vielen Boutiquebesitzer erst, die sich an ihren T-Shirts dumm und dusselig verdienen. Haben wir’s nicht eigentlich immer schon gewusst? Ey, Alda, die ziehn hier die fette Kohle ab!

Oh, vormals verehrtes Qype-Team, da hast Du Dir ein feines Hupferl fürs Totenbett gebastelt, das vermutlich von der künftigen Mutterkrake Yelp in Auftrag gegeben wurde. Da laufen sie nun auf Deinem sinkenden Schiff herum, lauter possierliche Wesen mit vermutlich originellen Frisuren, interessanten Nagellackfarben und hohlen Köpfchen, denn offenbar haben die letzten denkfähigen Wesen die Qypanic längst verlassen. Und leider ist auch niemand mehr da, der Korrektur lesen kann. Nur lauter Kevins … 

Mal abgesehen von den wenig charmanten Mängeln in Ausdruck, Rechtschreibung und Zeichensetzung, Qype, Kevin, seid ihr denn von allen guten Mathegeistern verlassen? Habt ihr jemals was von Kalkulation gehört, von Einnahmeüberschussrechnung, von Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben, von Vorsteuerabzugsberechtigung und womöglich von Bilanzen? Ach, das ist doch alles doof und uncool, Alda? Und so kompelz schwirig ***gähn***?

Boah, ey, Alda, es kann doch alles so einfach sein, und endlich wissen wir, wie’s geht. Bei Qype sitzen die Ökonomen der Zukunft: unsere Kevins.

Und weil es gar so schön ist, dazu passend ein Lieblingssong: 




Out of Friedenau – die Schreibstube unterwegs

Musik für umme: Promenadenkonzerte an der Greenwichpromenade

Am 26. Mai geht’s los. Dann startet das erste Promenadenkonzert in Tegel. Ab 15 Uhr spielt die „Flat Walters Big Band“ unter Leitung von Stefan J. Walter, außerdem gibt’s einen Auftritt des Trios „Take The A-Train“. Auf dem Programm steht Big Band-Musik in der Tradition der großen Tanz- und Unterhaltungsorchester: schwung- und stimmungsvoll!

Die kostenlosen Promenadenkonzerte gehören zum TEGELER MUSIKSOMMER, unter anderem veranstaltet vom Bezirksamt Reinickendorf. Und das wird bestimmt wieder ein toller Sommer in Tegel!

Ort:
Greenwich-Promenade
In der Nähe des Kinderspielplatzes
Alt-Tegel, 13507 Berlin


Weitere Termine zum Vormerken:

Sonntag, 16. Juni 2013, 15.00 Uhr
Soulful Delight, Mädchenband „Flying four“ unter der Leitung von Rupert Kirchmair und das Kirchmair-Hellmann-Duo

Sonntag, 18. August 2013, 15.00 Uhr
Blasorchester „The Hornetz“ mit Popsongs und Jazz

Schreibcafé und Kulturstammtisch am 6. Mai

Wie an jedem 1. Montag im Monat treffen sich Kunst- und Kulturfans
im Restaurant freiRaum in Berlin-Friedenau, und zwar am Montag, 6. Mai 2013

Um 17.00 Uhr startet das Schreibcafé – dann geht es zwei Stunden lang ums Schreiben und Veröffentlichen. Professionelle Autorinnen und Autoren berichten von ihren Erfahrungen im Literaturbetrieb und geben Tipps: für die Suche nach einem Verlag, für den Umgang mit Kritik oder für Lesungen und Selbstmarketing. Und wer schreiben möchte, kann sich hier schon mal ein paar Anregungen holen!

Beim anschließenden Kulturstammtisch – ab 19.00 Uhr – steht dann das gesamte Berliner Kulturleben im Mittelpunkt. Welche Ausstellungen sind sehenswert? Was läuft in den Theatern oder im Kino? Auf welche Sommer-Events können wir uns freuen? Gibt es Tipps für einen spannenden Workshop oder einen interessanten Kurs? 

Das wird bestimmt wieder ein schöner Abend! Alle Gäste sind herzlich willkommen. 

Wo: Restaurant freiRaum,
Beckerstraße 12
12157 Berlin-Friedenau

Wann: Montag, 6. Mai 2013

17.00 bis 19.00 Uhr Schreibcafé
ab 19.00 Uhr Kulturstammtisch

Out of Friedenau – die Schreibstube unterwegs

Stadt Lesen

Vom 3. bis zum 6. Mai gibt es auf dem Bebelplatz Lesespaß für Groß und Klein. Von 9 Uhr bis zum Dunkelwerden können Leseratten und Bücherwürmer mal so richtig nach Herzenslust schmökern. Der Eintritt ist frei – nicht nur die Bücher, auch die Sitzgelegenheiten werden gestellt. Alle, die ihre eigenen Texte einem Publikum präsentieren möchten, können in der „Readers Corner“ auftreten.


Am Sonntag, 6. Mai ist Familienlesetag. Dann ist extra viel Kinder- und Jugendliteratur in den Büchertürmen zu finden. 

Auch der Integrationslesetag am Freitag ist eine gute Idee. Dann stehen Menschen mit Migrationshintergrund mit ihren literarischen Werken im Mittelpunkt. Muttersprachliche Texte aus allen Sprachen können und sollen dann vorgetragen werden.

Also: Nix wie hin, wenn sich der Bebelplatz in ein riesiges, schönes Lesewohnzimmer verwandelt!

Out of Friedenau – die Schreibstube unterwegs

Familienparty in der Philharmonie: 10 Jahre Education Programm
Okay, ich gebe es zu: Ich bin ein absolut begeisterter Fan von Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern. Und ich liebe das Education Programm, die Mitmachprogramme, die Konzerte, Wettbewerbe, Workshop – ich finde das alles einfach toll. Der Film RHYTHM IS IT hat mich zu Tränen gerührt. Seitdem verfolge ich gierig alle Tanzprojekte der Philharmonie, zuletzt habe ich in der Digital Concert Hall PORGY & BESS gesehen und war wieder mal hingerissen.
Und das Ganze gibt es schon 10 Jahre? – Kaum zu glauben!

Am Sonntag, 21.04.13 wird nun Jubiläum gefeiert, natürlich in der Philharmonie. Von 10 bis 13 Uhr gibt es ein Mitmachprogramm für die ganze Familie. Die kostenlosen Einlasskarten dafür gibts an der Kasse der Philharmonie. Im Anschluss finden zwei Jubiläumskonzerte statt: um 15 und um 18 Uhr. Eintritt jeweils 5,00 Euro – Karten an der Kasse oder telefonisch bestellbar.

Also, vielleicht sehen wir uns am Sonntag in der Philharmonie!
Link zu den Berliner Philharmonikern