Neues aus der Schreibstube

Der Winterschlaf ist endlich beendet – mit dem Grün sprießen auch neue Ideen, und nach einem zwar äußerlich sehr milden und ruhigen, aber für mich sehr lebhaften Winter mit viel Arbeit geht es nun auch im Blog endlich weiter!

Die Nachrichten des Tages: 

Neue Würstchenschrift! Sie wurde geliebt von allen Hobbydesignern, die gern mal ’ne Geburtstagskarte oder ein Kitafest-Plakat entwerfen – die Schrift „Comic Sans“. „Sans“ steht für „ohne“, und das bedeutet, wie immer bei Schriften: „ohne Serifen“. Serifen sind wiederum die kleinen Beinchen an den Buchstaben, so wie hier. Dies hier ist „Times“, eine Serifenschrift.
Ich hab sie seinerzeit, als ich sie kennenlernte, „Würstchenschrift“ getauft – wegen der auffälligen Rundungen an den Buchstabenabschlüssen – als hätte man die Buchstaben aus langen Wienern gelegt. Comic Sans war absolut verhasst bei den Profis, und ich als ambitionierter Halbprofi mochte sie ebenfalls nicht. Vielleicht weil sie so sehr nach kindlichem Gekrakel und so wenig nach seriösem Schriftbild aussah? Nun also gibt’s „Comic Neue“. Hier könnt ihr sie euch, natürlich kostenlos, runterladen und selbst sehen, ob sie euch gefällt: 

Link zu Comic Neue

Das komplette Team am Set – Foto: Gabriele Helbig

Die Schreibstube auf Achse
Gestern durfte ich mal wieder Regie führen, und zwar für einen kleinen Imagefilm, zusammen mit einem der begabtesten, freundlichsten und vernünftigsten jungen Kameramänner, die ich kenne: Moritz Kerst. Weitere Infos folgen!

Halloween-Lesung mit der Schreibstube!

Am kommenden Donnerstag findet in Berlin eine Lesung statt, die aus unterschiedlichen Gründen etwas ganz Besonderes ist:



1. Es lesen drei Berliner Autorinnen. 
2. Sie lesen Schauriges und Gruseliges, passend zu Halloween.
3. Die Drei sind miteinander befreundet.
4. Zwei der Damen stellen ihr erstes gemeinsames Projekt vor.
5. Und die Schreibstube ist dabei!

Es geht um Vampire, Voodoo, Tattoos, Rache, Blut, Dämonen und um Friedenau von seiner düstersten Seite …


Die Autorinnen sind: 
Linda K. Heyden (NOVEMBERMOND, veröffentlicht im November 2012)
Gabi Helbig (NUR DEIN BESTES, 2012/13, ZWEI FRAUEN – EIN GEDANKE, 2013)
und ich, Gaby Sikorski (u. a. DER RATGEBER FÜR DEN FAULEN HAUSHALT, 2006, ZWEI FRAUEN – EIN GEDANKE, 2013

Wir freuen uns!

Zeit: Donnerstag, 31. Oktober 2013, um 21:30 Uhr
Ort: Restaurant Greek Style, Dickhardtstr. 55, 12159 Berlin-Friedenau

Der Eintritt ist kostenlos.
Telefonische Anmeldung unbedingt erforderlich unter: 030 2363 1025.


Out of Friedenau – die Schreibstube unterwegs

Die Schreibstube am 3. Oktober
Was macht die Autorin am Feiertag? – Sie erledigt Mails, Blogeinträge und die schnelle Büroroutine beim Frühstück am Laptop, und dann geht’s ab zum Potsdamer Platz. 

Vom S-Bahnhof sind es nämlich nur ein paar Minuten zu Fuß bis zur Straße „In den Ministergärten“, und hier liegen sieben Landesvertretungen. So heißen die Botschaften der einzelnen Bundesländer, die das ganze Jahr über mit Kulturangeboten, Gastronomie in Form von Kantinen mit landestypischen Spezialitäten und mit diversen Veranstaltungen, Ausstellungen und Vorträgen Werbung für ihre Region betreiben. 

Einmal im Jahr ist „Tag der Offenen Tür“, nämlich am 3. Oktober, und das ist eine richtig gute Gelegenheit für eine kleine Reise durch Deutschland. Vertreten sind Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Seit ein paar Jahren bin ich auch dabei und genieße es, von einer Landesvertretung zur nächsten zu bummeln. In den Gärten hinter den Gebäuden gibt es Info-Stände und ein bisschen Budenzauber, oft mit Musikauftritten. In den Häusern selbst sind oft sehr interessante Ausstellungen zu sehen, und natürlich werden Speisen und Getränke angeboten – immer zu sehr zivilen Preisen. Der Eintritt ist natürlich kostenlos, ist ja „Tag der Offenen Tür“. 

In den letzten Jahren war ich besonders gern auf der Dachterrasse der rheinland-pfälzischen Landesvertretung, die sich zu meiner Lieblingsbotschaft entwickelt hat. Von hier aus gibt es eine herrliche Aussicht auf die geschichtsträchtige Umgebung, aber auch über die ganze Stadt. Dazu ein Gläschen Riesling vom Staatsweingut … Diesen fantastischen Wein kann man übrigens beim Pförtner kaufen. Sowas gefällt mir!

Hier ist die Atmosphäre immer sehr entspannt und fröhlich. Daher mein Tipp: Wenn man das Remmidemmi rund ums Brandenburger Tor vermeiden möchte und mit Freunden aus Berlin oder anderswo am 3. Oktober was Schönes unternehmen will, ist man hier in den Ministergärten genau richtig.

Sensation: Friedenauer Schreibstube in Nauen!

Am kommenden Freitag, 20. September 2013 werde ich in Nauen lesen, und zwar ab 18:30 Uhr gemeinsam mit meiner lieben Freundin und Kollegin Gabriele Helbig in der „Kantina Elena“, Mittelstraße 27. Das ist ein überaus freundlicher gastlicher Ort, wo internationale Hausmannskost serviert wird, meistens in Bioqualität und zu sehr zivilen Preisen.

Wir werden als „Gabriele und Gabriele“ antreten und können durchaus weitere Gemeinsamkeiten bieten. Wir tragen nicht nur denselben Vornamen, sondern sind beide Autorinnen, verstehen uns ziemlich gut und teilen ein paar Vorlieben. Eine dieser Vorlieben ist die für gutes Essen, und deshalb gibt es im Anschluss ein schönes Abendbufett.

Gabi liest aus ihrem kürzlich veröffentlichten Roman „Nur mein Bestes … doch das bekommst du nicht“. Das ist ein prima Buch über Liebe, Freundschaft und Facebook. Es gibt ein bisschen Krimifeeling, einen Hauch Romantik und vor allem jede Menge Spaß.


Ich lese aus dem „Ratgeber für den faulen Haushalt“ – ein Buch, in dem genau das drin ist, was draufsteht: Es handelt davon, wie man mit wenig Aufwand und viel Humor den Haushalt in den Griff bekommt, inklusive aller relevanten Themen, vom Einzug bis zur Entrümpelung, vom Putzen und Wäschewaschen bis zum Kochen und zur Party für 25 Leute. 

Natürlich kann man hinterher mit uns übers Schreiben, übers Lesen und über alles mögliche andere reden, und man kann die Bücher erwerben – auf Wunsch mit persönlicher Widmung! 
Lesung und Bufett gibt es zusammen für 20 Euro – Vorbestellungen sind unbedingt erbeten, und zwar telefonisch unter 03321 8296505 oder per E-Mail unter info@kantina-elena.de.

Wir freuen uns schon sehr!



Sonntagsfrühstück

Gestern Abend habe ich zum ersten Mal „Big Brother“ gesehen. Das Ganze nennt sich Promi-Big Brother, vermutlich um den Voyeurismus- und Schadenfreude-Faktor zu steigern. Ich hatte vorher darüber gelesen und mich trieb die Neugier an, ob das Format sich für einen gemütlichen Trash-Abend mit Leuten eignet, mit denen wir beim „Dschungelcamp“ oder zum „European Song Contest“ viel Spaß hatten.

Ich war verblüfft: Zunächst einmal sieht die Innendekoration aus, als ob eine Horde pubertierender 14-Jähriger ihre Lehrerin für Bildnerisches Gestalten mal so richtig provozieren wollte. Dass die Innendekoration tatsächlich das Aufregendste bleiben sollte, hat mich dann aber tatsächlich überrascht.

Cindy aus Marzahn und Oliver Pocher, mit denen ich normalerweise eher weniger anfangen kann, mussten als Moderatoren langweilige Sätze sagen, die ihnen von offenkundig lustlosen Textern in den Mund gelegt wurden. Was da an Gags herauströpfelte, hielt sich in sehr engen Grenzen und wurde auch noch überstrapaziert. 

Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten für das Konzept einer solchen Sendung:

1. Ich verlasse mich auf die Moderatoren, nehme die klügsten und witzigsten und mache sie zu Hauptfiguren, z. B. indem ich ihnen Gelegenheit gebe, mit ihren Fähigkeiten zu brillieren, sich gegenseitig die Bälle zuzuspielen und richtig die Sau rauszulassen.

Sowas können die beiden nicht. Sie sind keine Moderatoren, sondern Witzeerzähler. Und vor allem sind sie keine Teamplayer. Sie wirken weder besonders klug noch besonders witzig, sondern einfach nur statisch, zwei monolithische Gestalten, die durch ein hoffentlich großzügiges Honorar zu einer Zweckgemeinschaft geformt wurden, die beiden wenig Spaß zu machen scheint.

2. Ich verlasse mich auf die Kandidaten, wähle die klügsten und witzigsten … etc. (siehe oben).

Sowas können aber die Kandidaten nicht. Ich möchte hier nicht auf dem bereits ausgelatschten Spruch herumtreten, dass diese Prominenten nicht prominent seien, sondern ich möchte beschreiben, was ich gesehen habe: Und das waren ein paar eher uninteressante Menschen, die von finanziellen Problemen und/oder mangelnder Beschäftigung gebeutelt werden und die von der Aussicht auf ein hoffentlich großzügiges Honorar angetrieben werden, sich zum Affen zu machen.

Der Unterschied zwischen dem verschuldeten Hartz IV-Empfänger Heini Pipulke und diesen Leuten ist hauptsächlich, dass die Kandidaten aufgrund ihrer vormaligen oder marginal bestehenden Bekanntheit eine gewisse Eitelkeit und daraus folgend die Gier nach öffentlicher Aufmerksamkeit entwickelt haben, ohne die sie nur schwer zurechtkommen. Wenn sich die gestrigen Kandidaten allerdings tatsächlich versprechen, dass sie aufgrund dieser Sendung ihr Image bzw. ihre Reputation verbessern könnten, dann spricht das weder für ihre Intelligenz noch für ihr Wirklichkeitsempfinden. Vermutlich hat eine Gestalt wie David Hasselhoff noch mal eine Schippe Geld zusätzlich zum Grundhonorar bekommen, aber ob das, wie gewünscht, die Motivation steigert, ist zu bezweifeln. 

So weit, so schlecht. Die Sendung scheint mir, im Gegensatz zu „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“, lieblos produziert und grottig schlecht gemacht. Als Ursache vermute ich ein paar zynische Redakteure, die ihr Publikum für genauso dämlich halten wie ihre Kandidaten. Dass es von Seiten des Senders auch noch Angebote gibt, mit denen man – gegen eine entsprechende Gebühr, versteht sich – den Kandidaten per Livestream nach der Sendung noch ein bisschen zuschauen kann, passt ins Bild. Es ist zu hoffen, dass die Kandidaten von dieser offenkundigen Prostitution wenigstens einen finanziellen Nutzen haben, so dass sie motiviert sind, sich angemessen zu produzieren. 

Ich habe nach zwanzig Minuten umgeschaltet. Sorry, Leute! Das war weder lehrreich noch interessant und vor allem war es nicht lustig. Trashfaktor gleich Null. Also nix für mich.

Marketingtipps für Schreibende – Teil 2

Öffentlichkeitsarbeit für Buchautorinnen und -autoren – heute: Rezensionsexemplare
Seit der Veröffentlichung von Teil 1 habe ich mit vielen Autorinnen und Autoren gesprochen. Fast alle, die in einem klassischen Buchverlag veröffentlicht haben, beklagen sich über die PR ihres Verlages. Und das hört sich dann ungefähr so an: 
„Die machen GAR nichts!“
„Wenn ich mich nicht selbst drum kümmern würde, würde ich kein einziges Buch verkaufen!“ „Die paar Zeitungsberichte, die über mich erschienen sind, hab ich alle selbst angeleiert.“ 
„Der Verlag verschickt nicht mal Rezensionsexemplare!“

Hier klaffen Erwartungshaltung und Realität in erschütternder Form auseinander. Auf der einen Seite steht ein junger (= unerfahrener) Autor, der zu Anfang überglücklich war, überhaupt einen Verlag gefunden zu haben. Jetzt ist das Buch auf dem Markt, doch statt Weltruhm und täglichen Berichten in allen (!) wichtigen Medien … nichts, nada, niente! Schlimm genug, dass das Buch in keiner Buchhandlung zu finden ist, aber es gibt auch kaum Rezensionen. Einmal in der Woche wird gegoogelt, und jede neue Rezension führt dazu, dass der hoffnungsvolle Jungautor mit zitternden Fingerchen sofort die Verkaufszahlen auf Amazon aufruft. Denn nach einer positiven Rezension müssen die Bücher doch endlich weggehen wie warme Semmeln, oder?

Antwort: Nein!

Kaum ist das Buch ein paar Monate draußen, ist der hoffnungsvolle Jungautor nicht mehr hoffnungsvoll, sondern frustriert. Er hat meinen Rat aus Teil 1 befolgt und Postkarten drucken lassen, doch die Verkaufszahlen dümpeln immer noch vor sich hin. Die 25 Miniplakate (siehe ebenfalls Teil 1) und die ca. 850 Postkarten (dito, der Autor hat nach 150 verteilten Karten die Lust verloren) verstauben im Regal. Bei Amazon sind nur 17 Exemplare neu zu haben und höchstens zwei auf Lager. Und – besondere Schweinerei! – es gibt sogar schon ein gebrauchtes Exemplar. Ein Stich ins Herz des Autors. (Hier gibt jemand mein Buch weg! Warum hat es ihm nicht gefallen? Wer war das? Ist das womöglich jemand, den ich kenne?)

Der Verlag meldet sich mit unwilligen Kurzantworten oder überhaupt nicht auf drängende E-Mails mit dem Wunsch nach Großplakatierung und Werbeanzeigen. Überhaupt: Warum ist im Spiegel keine Rezension erschienen? Niemand kümmert sich um ihn, und statt des erwarteten literarischen Triumphes  – oder wenigstens einer kleinen Anerkennung in Form von mehreren (vielen) tausend verkauften Büchern – muss sich der hoffnungsvolle Jungautor mit dem Gefühl anfreunden, dass sich offenbar niemand für ihn und für sein Buch interessiert.

Und jetzt kommt der Schock: Das alles ist vollkommen normal, absolut in Ordnung und kein Grund, sich zu grämen. Kein Verlag dieser Erde verkauft absichtlich keine Bücher. Wenn das Buch nicht weggeht, befindet es sich in bester Gesellschaft, denn von 10 veröffentlichten Büchern spielt im Durchschnitt eines seine Kosten ein. Das wissen die Verlage natürlich. Wenn ein Buch schlecht startet, wird sich das im Normalfall nicht mehr ändern. Deshalb hält der Verlag die Kosten niedrig. Ein neuer Autor in einem klassischen Buchverlag bringt meistens erst mit seinem dritten oder vierten Buch Geld ins Haus. Der vormals hoffnungsvolle Jungautor war also hoffentlich so schlau weiterzuschreiben. Im Idealfall ist sein neues Manuskript schon fertig, und dann geht das Spielchen von vorne los.

Also: Wie kann der Jungautor selbst dazu beitragen, die Verkaufszahlen seiner Bücher nachträglich zu steigern? Auf welche Weise kann er mit einfachen Mitteln effektiv und möglichst preisgünstig Öffentlichkeitsarbeit in eigener Sache betreiben?

Hierzu ein paar Merksätze:

1. Wer Erfolg haben will, darf nicht schüchtern sein.
2. PR ist was Gutes und nichts, was einem peinlich sein muss.
3. Es ist schwieriger, nachträglich für Aufmerksamkeit zu sorgen als im Vorfeld einer Veröffentlichung.

Wir lassen das erstmal so stehen und kümmern uns um die harten Fakten, als da sind: kaufmännische Grundlagen, also Kosten-Nutzen-Rechnung.

Warum der Versand von Rezensionsexemplaren an Buchportale sinnlos ist:
Eigentlich eine schöne Idee: Ich schicke mein Buch an einen netten Menschen, der was Nettes darüber schreiben soll. Das Ganze erscheint im Internet auf der Seite Schmuseschmökern mit Gabylein, und dann verkauft sich mein Buch wie geschnitten Brot. (Habe mir übrigens soeben auf WordPress den Blog Schmuseschmökern eingerichtet, Hintergrund selbstverständlich in Pink. Ich erwarte viele Rezensionsexemplare!)

Irrtum Nummer 1: Es werden Bücher verkauft, weil Gabylein über Dein Buch schreibt. 
Von 1000 Leuten, die eine Rezension lesen, kaufen höchstens ein oder zwei das Buch. Gut laufende Blogs haben vielleicht 10.000 Klicks pro Monat, und zwar inklusive aller Beiträge. Neue Beiträge bringen an den ersten beiden Tagen 100 bis 500 Klicks, danach geht’s steil bergab. Nach einer Woche sind wir bei 10 Klicks oder weniger pro Tag für die schöne Rezension angekommen, durch die der hoffnungsvolle Jungautor zusätzlich etwa 3 bis 5 Bücher verkauft hat.  

Aufwand: ein Autorenexemplar seines Buches (30 % Autorenrabatt) + Porto (Büchersendung!), Briefumschlag + Arbeitszeit. Bei einem geschätzten Verkaufspreis von 10 Euro pro Buch müsste er ca. 8 Euro hereinbekommen, um kostenmäßig wenigstens bei Null zu stehen. Hierbei handelt es sich nur um die tatsächlichen Kosten (wie üblich ohne Berechnung der Arbeitszeit). Das entspricht bei einem Honorar von 5 % pro verkauftem Buch (bei 10 Euro = 50 Cent) dem Verkauf von 16 Büchern. Und das ist viel! Zumal diese zusätzlichen 16 Bücher innerhalb einer Woche verkauft werden sollten bzw. bis die nächste Rezension auf dem betreffenden Portal erscheint. Und selbst bei 16 zusätzlich verkauften Büchern hätte der Autor immer noch keinen Cent verdient …

Merke: Rezensionsexemplare verschicken kostet Geld und bringt keins. Wenn Du allerdings scharf bist auf freundliche Buchbesprechungen, dann verschick ruhig weiter Deine Bücher. Aber nur dann – also nicht zum Geldverdienen!

Irrtum Nummer 2: Positive Amazon-Rezensionen sind wichtig. 
Amazon-Rezensionen sind gut, aber sie haben nach meiner Erfahrung keinen direkten Einfluss auf die Verkaufszahlen. Ein Buch, das sich wirklich gut verkauft, hat im Handumdrehen 50 bis 100 Rezensionen auf Amazon. Ein Buch, das sich schlecht verkauft, hat oft deutlich weniger Rezensionen und wird sich auch durch 50 oder 500 positive Rezensionen nicht besser verkaufen. Woran liegt das?

So wichtig Amazon für den Buchmarkt ist: Die meisten Autoren überschätzen die Wirkung von Rezensionen. Denn negative Kritiken führen niemals dazu, dass ein Buch sich schlechter verkauft! Mit Theater- und Filmkritiken ist es ähnlich. Wie haben sich die zahllosen Verrisse zu den großen Publikumshits der letzten Jahre auf die Publikumszahlen ausgewirkt? – Richtig: überhaupt nicht! Die Menschen stehen Schlange für die Til-Schweiger-Filme, auch wenn die Kritik sie in Grund und Boden verdammt. Wenn ein Film, ein Theaterstück, ein Buch geliebt wird, dann ist es vollkommen mumpe, ob die Kritiken gut oder schlecht sind. Und wenn ein Film, ein Theaterstück, ein Buch nicht läuft, dann werden die Kritiken daran nichts ändern. Sie können im Vorfeld für mehr Aufmerksamkeit sorgen, neugierig machen und im besten Fall die Entscheidung für das Produkt erleichtern. Rezensionen sind also lediglich Teil einer Strategie, aber nicht die Strategie selbst. 

Wozu sind Rezensionen dann überhaupt gut? Ganz einfach: Im Vorfeld einer Veröffentlichung helfen positive Kritiken, am besten von angesehenen Rezensenten, um das Buch am Markt zu platzieren und eine günstige Ausgangsposition zu schaffen. Positive Rezensionen sind vor allem dafür da, dass man sie zitieren kann. Das ist z. B. gut für (siehe Teil 1) Plakate, für Postkarten und/oder für Pressemitteilungen, für das eigene Autorenportal im Netz oder für die Facebookseite. 

Und darum geht es dann beim nächsten Mal.
Bis dahin gutes Gelingen und viel Erfolg!


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Bildnachweis:
Fotos: Gabriele Sikorski, alle Rechte bei der Autorin

Dürerkiez und Malerviertel


Zu Gast bei Nachbarn!

Am 14. September ab 14:00 Uhr feiert der Dürerkiez zum dritten Mal das Cranach-Dinner. Alle bringen Tische und Stühle mit – und natürlich das Allerwichtigste: jede Menge Speisen und Getränke. Wir bauen eine lange Tafel auf, die bei der Fahrschule Profil in der Cranachstraße 57 beginnt und Richtung Dürerplatz führt. Alle, die kommen, bauen einfach an.

Der Kiez feiert … mit der Familie, mit Nachbarn und Freunden. Eine gute Gelegenheit, sich kennenzulernen, Bekanntschaften aufzufrischen, den neuesten Kieztratsch oder Kochrezepte auszutauschen und, was besonders schön ist, hier und da mal was zu kosten. Im letzten Jahr ergaben sich spontan einige musikalische Darbietungen – und so etwas wird durchaus gern gesehen!

Die Veranstaltung wird übrigens privat und ehrenamtlich organisiert, so wie alles, was hier bei uns im Dürerkiez stattfindet. Es gibt weder Fördermittel noch einen Verein, der sich um alles kümmert, sondern es sind die Nachbarn selbst – Privatleute und ein paar Gewerbetreibende, die sich zusammengetan haben, um das Miteinander in ihrem Kiez zu unterstützen. Ich bin stolz, dass ich dazugehöre – und natürlich wird die Schreibstube wieder dabei sein und hoffentlich wieder mit diesem leckeren Linsen-Kartoffelsalat vom letzten Jahr. Ein paar Freunde und Nachbarn haben sich auch schon angesagt. 

Also: gleich den Termin reservieren!

Out of Friedenau – die Schreibstube unterwegs

Das Berliner Technikmuseum wird 30 – und alle feiern mit!

Am Sonntag, 25. August 2013, begeht das Deutsche Technikmuseum in Berlin (Trebbiner Straße, Nähe U-Möckernbrücke bzw. U-Gleisdreieck) seinen 30. Geburtstag: mit einem großen Sommerfest bei freiem Eintritt.

Es gibt eine ganze Reihe von Aktionen – hier als Vorgeschmack ein kleiner Blick in den Kalender: Veranstaltungen am 25.08.

Das Technikmuseum ist eines meiner Berliner Lieblingsmuseen. Dafür gibt es viele Gründe: Beispielsweise bietet es für jeden, der ein paar Stunden Zeit mitbringt, einen Gesamtüberblick über alles, was mit Technik zu tun hat: Verkehr (Fahrrad, Auto, Eisenbahn, Schiffe, Flugzeuge), Unterhaltungstechnologie (Photographie, Rundfunk, Fernsehen – das kleine Fernsehstudio ist wirklich toll!), industrielle Fertigung, Haushalts- und Bürotechnik und so weiter und so weiter. Wenn man wenig Zeit hat, kann man sich gut auf einen Bereich konzentrieren. Meine besondere Liebe gehört der Schifffahrtsabteilung, die im Neubau untergebracht ist. 

Im Museumspark gibt es den Teich, auf dem am Sonntag wieder sehenswerte Modellschiffe herumkurven sollen, und natürlich die Windmühlen – so eine Führung ist richtig toll! Zusätzlich werden ein paar Überrraschungen in Aussicht gestellt, und das „Spectrum“, eine Art High-Tech-Physiksaal für technische Experimente, wurde gerade aufwändig modernisiert, heißt jetzt „Science Center Spectrum“ und wartet wieder auf Besucher. Ich bin gespannt!

Unser Berliner Technikmuseum ist immer noch eine Art Geheimtipp, auch für Touristen: ein Paradies für Technikbegeisterte und wissbegierige Kinder jeden Alters (zwischen 5 und 95), die hier jede Menge Spaß haben und so ganz nebenbei auch noch ihr Wissen erweitern können.

Hier der Link zum Museum

Na, dann: FF – viel Vergnügen!




Dürerkiez und Malerviertel

Am kommenden Wochenende ist es endlich so weit – schon wieder ist ein Jahr vorüber, und es gibt den nächsten Diakonieladen Sommerbasar. 

Am Samstag, 17. August von 10 bis 22 Uhr und am Sonntag, 18. August von 11 bis 17 Uhr kann man Nützliches, Praktisches oder einfach nur was Schönes kaufen, und zwar vor der Nathanael-Kirche am Grazer Platz. Bei Regen findet der Basar im Gemeindehaus statt. 

Der Erlös geht in die Arbeit des Diakonieladens. Diese angesehene Einrichtung in der Rubensstraße 87 (ebenfalls am Grazer Platz) ist eine Initiative der evangelischen Kirche gegen Armut. Hier wird in vielfältiger Form tätige Hilfe angeboten – für alle, die Schwierigkeiten haben, allein zurechtzukommen, aus welchen Gründen auch immer: Es gibt Fördergruppen für Kinder und Erwachsene, Rechts- und Sozialberatung, Lebensmittelspenden, Möbel, Kleider, Schuhe, Kursangebote und vieles mehr.

„Aber da fehlt doch noch was!“, rufen mit Recht alle Musikfans aus dem Kiez. Richtig! Deshalb folgt hier der Hinweis auf den Höhepunkt des Wochenendes: 

das große Gospel-Benefizkonzert am Samstag, 17. August um 18 Uhr in der Nathanael-Kirche. Der Eintritt kostet 5,00 Euro.

Ich freu mich drauf!

Und wer sich für die Arbeit des Diakonieladens interessiert, hier ist der Link.

Die Schreibstube unterwegs

Ich bin ein großer Fan des Bauhaus-Archivs in Berlin. Das originelle Gebäude wurde von Walter Gropius entworfen, das Archiv beherbergt eine der größten Sammlungen zum Thema Bauhaus. Im Museum geht es vor allem um die vielfältigen Einflüsse der Bauhaus-Schule auf die Gestaltung der Alltagskultur, letztlich um das Design der Klassischen Moderne. Es gibt wechselnde Sonderausstellungen und Veranstaltungen, dazu ein Café und einen schönen Innenhof, wo man prima sitzen und rumtrödeln kann. Das alles nur ein paar Haltestellen entfernt vom Potsdamer Platz, vom Tiergarten und von der Gedächtniskirche.

Am Dienstag, 13. August 2013 um 20:00 Uhr findet hier ein Jazz-Abend statt. Der Eintritt ist frei. Ich freu mich drauf!

Hier der Link zum Bauhaus Archiv Berlin