Out of Friedenau …

Das ist vermutlich der schönste und zugleich (ähem!) einer der anspruchsvollsten Trödelmärkte Berlins, mit 100prozentiger Sicherheit aber der mit dem besten Catering!
Der Bücher- und Bildermarkt im Centre Bagatelle mit Trödeltisch
am Samstag, 11. Oktober ab 15:00 Uhr
Hier landet alles, vom edlen Kunsthandwerk bis zum Normalo-Trödel, vom Schundroman bis zum aufwändigen Bildband, was man in Frohnau los werden möchte und sich irgendwie zu Geld machen lässt. Und das bedeutet: Alles ist richtig gut erhalten und hat (weitestgehend) Klasse, Stil und Niveau. Natürlich gibt es auch Nippes, denn Nippes macht Spaß! Dafür kann man aber auch echte Schnäppchen machen. Es würde mich jedenfalls nicht wundern, wenn hier und da ein echter Rembrandt oder ein Picasso rumläge. Zumindest ist die Aussicht darauf einer der Gründe, warum ich hier so gerne bin. Frohnau gehört bekanntlich zu den eher wohlhabenden Regionen Berlins – man mag irgendwie gar nicht „Kiez“ sagen …

Alle Verkaufsstücke sind gespendet, und der Erlös kommt zu hundert Prozent dem Centre Bagatelle zugute, konkret gesagt: der Dachsanierung, die nunmehr unaufhaltsam geworden ist. Also auch noch ein guter Zweck, der die Mittel heiligt! 

Für die Verpflegung ist die Büfettgruppe zuständig. Es sind wieder machtvolle Demonstrationen Frohnauer Back- und Konditoreikünste zu erwarten, die zu probieren allein schon den weitesten Weg lohnt. Also ein eindeutiger Fall für die Kulturspirale und die Friedenauer Schreibstube, denn Kunst + Bücher + Kultur + Aussicht auf Schnäppchen und gutes Essen ist genau das Richtige für uns!

Der Eintritt ist selbstverständlich frei.

Adresse:
Centre Bagatelle
Zeltinger Str. 6 in 13465 Berlin-Frohnau
Zeit: 15:00 bis 18:00 Uhr

Die Schreibstube unterwegs – das Schöneberger Südgelände

Beim letzten Stammtisch haben wir es beschlossen, und nun ist es so weit: Wir machen wieder einen Ausflug! Diesmal bleiben wir in Berlin, denn auch hier gibt es viel zu entdecken.


Unser Ziel ist das Schöneberger Südgelände, von dem wir alle schon viel Gutes gehört haben: Das vollkommen verwilderte Areal des ehemaligen Rangierbahnhofs Tempelhof wurde behutsam für Besucher begehbar gemacht und bietet Eisenbahnromantik und viel Natur. Hier der Link: Schöneberger Südgelände

Wir treffen uns 
Sonntag, 25. Mai 2014 um 11 Uhr (gleich nach dem Besuch im Wahllokal!),
am Haupteingang zum Naturpark Südgelände
direkt am S-Bahnhof Priesterweg (südlicher Ausgang)

Zum Ablauf: Wir planen einen gemütlichen Spaziergang, bei dem alle mithalten können. Ich bringe ein bisschen Infomaterial mit. Vor Ort gibt es ein Café, das sehr gut sein soll. Dort wollen wir zum Abschluss einkehren. 

Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos.
Der Parkzugang kostet 1 Euro 
(bitte passend, weil Kassenautomat). 

Alle Gäste sind herzlich willkommen!

Und hier schon eine Vorankündigung – unser nächster Ausflug führt nach Köpenick!

… der Traum will nicht vergehn. 
Lieder der Romantik mit dem Clara-Schumann-Frauenchor 
am 20. Juni 2014 um 18:00 Uhr 
in der Hofkirche Köpenick

Marketingtipps für Schreibende – Teil 2

Öffentlichkeitsarbeit für Buchautorinnen und -autoren – heute: Rezensionsexemplare
Seit der Veröffentlichung von Teil 1 habe ich mit vielen Autorinnen und Autoren gesprochen. Fast alle, die in einem klassischen Buchverlag veröffentlicht haben, beklagen sich über die PR ihres Verlages. Und das hört sich dann ungefähr so an: 
„Die machen GAR nichts!“
„Wenn ich mich nicht selbst drum kümmern würde, würde ich kein einziges Buch verkaufen!“ „Die paar Zeitungsberichte, die über mich erschienen sind, hab ich alle selbst angeleiert.“ 
„Der Verlag verschickt nicht mal Rezensionsexemplare!“

Hier klaffen Erwartungshaltung und Realität in erschütternder Form auseinander. Auf der einen Seite steht ein junger (= unerfahrener) Autor, der zu Anfang überglücklich war, überhaupt einen Verlag gefunden zu haben. Jetzt ist das Buch auf dem Markt, doch statt Weltruhm und täglichen Berichten in allen (!) wichtigen Medien … nichts, nada, niente! Schlimm genug, dass das Buch in keiner Buchhandlung zu finden ist, aber es gibt auch kaum Rezensionen. Einmal in der Woche wird gegoogelt, und jede neue Rezension führt dazu, dass der hoffnungsvolle Jungautor mit zitternden Fingerchen sofort die Verkaufszahlen auf Amazon aufruft. Denn nach einer positiven Rezension müssen die Bücher doch endlich weggehen wie warme Semmeln, oder?

Antwort: Nein!

Kaum ist das Buch ein paar Monate draußen, ist der hoffnungsvolle Jungautor nicht mehr hoffnungsvoll, sondern frustriert. Er hat meinen Rat aus Teil 1 befolgt und Postkarten drucken lassen, doch die Verkaufszahlen dümpeln immer noch vor sich hin. Die 25 Miniplakate (siehe ebenfalls Teil 1) und die ca. 850 Postkarten (dito, der Autor hat nach 150 verteilten Karten die Lust verloren) verstauben im Regal. Bei Amazon sind nur 17 Exemplare neu zu haben und höchstens zwei auf Lager. Und – besondere Schweinerei! – es gibt sogar schon ein gebrauchtes Exemplar. Ein Stich ins Herz des Autors. (Hier gibt jemand mein Buch weg! Warum hat es ihm nicht gefallen? Wer war das? Ist das womöglich jemand, den ich kenne?)

Der Verlag meldet sich mit unwilligen Kurzantworten oder überhaupt nicht auf drängende E-Mails mit dem Wunsch nach Großplakatierung und Werbeanzeigen. Überhaupt: Warum ist im Spiegel keine Rezension erschienen? Niemand kümmert sich um ihn, und statt des erwarteten literarischen Triumphes  – oder wenigstens einer kleinen Anerkennung in Form von mehreren (vielen) tausend verkauften Büchern – muss sich der hoffnungsvolle Jungautor mit dem Gefühl anfreunden, dass sich offenbar niemand für ihn und für sein Buch interessiert.

Und jetzt kommt der Schock: Das alles ist vollkommen normal, absolut in Ordnung und kein Grund, sich zu grämen. Kein Verlag dieser Erde verkauft absichtlich keine Bücher. Wenn das Buch nicht weggeht, befindet es sich in bester Gesellschaft, denn von 10 veröffentlichten Büchern spielt im Durchschnitt eines seine Kosten ein. Das wissen die Verlage natürlich. Wenn ein Buch schlecht startet, wird sich das im Normalfall nicht mehr ändern. Deshalb hält der Verlag die Kosten niedrig. Ein neuer Autor in einem klassischen Buchverlag bringt meistens erst mit seinem dritten oder vierten Buch Geld ins Haus. Der vormals hoffnungsvolle Jungautor war also hoffentlich so schlau weiterzuschreiben. Im Idealfall ist sein neues Manuskript schon fertig, und dann geht das Spielchen von vorne los.

Also: Wie kann der Jungautor selbst dazu beitragen, die Verkaufszahlen seiner Bücher nachträglich zu steigern? Auf welche Weise kann er mit einfachen Mitteln effektiv und möglichst preisgünstig Öffentlichkeitsarbeit in eigener Sache betreiben?

Hierzu ein paar Merksätze:

1. Wer Erfolg haben will, darf nicht schüchtern sein.
2. PR ist was Gutes und nichts, was einem peinlich sein muss.
3. Es ist schwieriger, nachträglich für Aufmerksamkeit zu sorgen als im Vorfeld einer Veröffentlichung.

Wir lassen das erstmal so stehen und kümmern uns um die harten Fakten, als da sind: kaufmännische Grundlagen, also Kosten-Nutzen-Rechnung.

Warum der Versand von Rezensionsexemplaren an Buchportale sinnlos ist:
Eigentlich eine schöne Idee: Ich schicke mein Buch an einen netten Menschen, der was Nettes darüber schreiben soll. Das Ganze erscheint im Internet auf der Seite Schmuseschmökern mit Gabylein, und dann verkauft sich mein Buch wie geschnitten Brot. (Habe mir übrigens soeben auf WordPress den Blog Schmuseschmökern eingerichtet, Hintergrund selbstverständlich in Pink. Ich erwarte viele Rezensionsexemplare!)

Irrtum Nummer 1: Es werden Bücher verkauft, weil Gabylein über Dein Buch schreibt. 
Von 1000 Leuten, die eine Rezension lesen, kaufen höchstens ein oder zwei das Buch. Gut laufende Blogs haben vielleicht 10.000 Klicks pro Monat, und zwar inklusive aller Beiträge. Neue Beiträge bringen an den ersten beiden Tagen 100 bis 500 Klicks, danach geht’s steil bergab. Nach einer Woche sind wir bei 10 Klicks oder weniger pro Tag für die schöne Rezension angekommen, durch die der hoffnungsvolle Jungautor zusätzlich etwa 3 bis 5 Bücher verkauft hat.  

Aufwand: ein Autorenexemplar seines Buches (30 % Autorenrabatt) + Porto (Büchersendung!), Briefumschlag + Arbeitszeit. Bei einem geschätzten Verkaufspreis von 10 Euro pro Buch müsste er ca. 8 Euro hereinbekommen, um kostenmäßig wenigstens bei Null zu stehen. Hierbei handelt es sich nur um die tatsächlichen Kosten (wie üblich ohne Berechnung der Arbeitszeit). Das entspricht bei einem Honorar von 5 % pro verkauftem Buch (bei 10 Euro = 50 Cent) dem Verkauf von 16 Büchern. Und das ist viel! Zumal diese zusätzlichen 16 Bücher innerhalb einer Woche verkauft werden sollten bzw. bis die nächste Rezension auf dem betreffenden Portal erscheint. Und selbst bei 16 zusätzlich verkauften Büchern hätte der Autor immer noch keinen Cent verdient …

Merke: Rezensionsexemplare verschicken kostet Geld und bringt keins. Wenn Du allerdings scharf bist auf freundliche Buchbesprechungen, dann verschick ruhig weiter Deine Bücher. Aber nur dann – also nicht zum Geldverdienen!

Irrtum Nummer 2: Positive Amazon-Rezensionen sind wichtig. 
Amazon-Rezensionen sind gut, aber sie haben nach meiner Erfahrung keinen direkten Einfluss auf die Verkaufszahlen. Ein Buch, das sich wirklich gut verkauft, hat im Handumdrehen 50 bis 100 Rezensionen auf Amazon. Ein Buch, das sich schlecht verkauft, hat oft deutlich weniger Rezensionen und wird sich auch durch 50 oder 500 positive Rezensionen nicht besser verkaufen. Woran liegt das?

So wichtig Amazon für den Buchmarkt ist: Die meisten Autoren überschätzen die Wirkung von Rezensionen. Denn negative Kritiken führen niemals dazu, dass ein Buch sich schlechter verkauft! Mit Theater- und Filmkritiken ist es ähnlich. Wie haben sich die zahllosen Verrisse zu den großen Publikumshits der letzten Jahre auf die Publikumszahlen ausgewirkt? – Richtig: überhaupt nicht! Die Menschen stehen Schlange für die Til-Schweiger-Filme, auch wenn die Kritik sie in Grund und Boden verdammt. Wenn ein Film, ein Theaterstück, ein Buch geliebt wird, dann ist es vollkommen mumpe, ob die Kritiken gut oder schlecht sind. Und wenn ein Film, ein Theaterstück, ein Buch nicht läuft, dann werden die Kritiken daran nichts ändern. Sie können im Vorfeld für mehr Aufmerksamkeit sorgen, neugierig machen und im besten Fall die Entscheidung für das Produkt erleichtern. Rezensionen sind also lediglich Teil einer Strategie, aber nicht die Strategie selbst. 

Wozu sind Rezensionen dann überhaupt gut? Ganz einfach: Im Vorfeld einer Veröffentlichung helfen positive Kritiken, am besten von angesehenen Rezensenten, um das Buch am Markt zu platzieren und eine günstige Ausgangsposition zu schaffen. Positive Rezensionen sind vor allem dafür da, dass man sie zitieren kann. Das ist z. B. gut für (siehe Teil 1) Plakate, für Postkarten und/oder für Pressemitteilungen, für das eigene Autorenportal im Netz oder für die Facebookseite. 

Und darum geht es dann beim nächsten Mal.
Bis dahin gutes Gelingen und viel Erfolg!


Übrigens: Professionelle Unterstützung bei der Veröffentlichung Deiner Manuskripte und noch mehr Marketingideen für Bücher und Kulturprojekte findest Du hier! 

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Bildnachweis:
Fotos: Gabriele Sikorski, alle Rechte bei der Autorin

Marketingtipps für Schreibende – Teil 1

Der Mythos vom Elfenbeinturm – PR-Tipps für Buchautorinnen und -autoren I
Autorinnen und Autoren sind zu Recht glücklich, wenn sie einen Verlag gefunden haben. Aber: Dies bedeutet nicht automatisch eine groß angelegte Werbekampagne für das eigene Buch. Wenn ein Buch verlagsmäßig erscheint, darf man sich schon über ein Minimum an PR freuen. Auf dem klassischen Buchmarkt läuft das Marketing für kleinere Publikationen vor allem über Verlagsvertreter. Die klassische Pressemitteilung mit Versand von Rezensionsexemplaren an die großen Feuilletonredaktionen ist also eher die Ausnahme und nicht die Regel. Immer weniger Verlagshäuser haben eine eigene Marketingabteilung, und selbst renommierte Verlage überlassen hier vieles dem Zufall, der Mundpropaganda oder eben – den Autoren selbst! 

Doch viele Autorinnen und Autoren sind schüchtern und unerfahren im Umgang mit der Öffentlichkeit, wenn es um PR in eigener Sache geht. Die Unsicherheit betrifft nicht nur die Werbung für ihr Buch, sondern auch den gekonnten Auftritt bei Lesungen und das Verhalten bei Interviews. „So habe ich mir das Leben als Autor nicht vorgestellt“, höre ich dann oft, oder: „Ich dachte, ich schreibe, und alles andere macht der Verlag.“ 

Dabei ist der Mythos vom einsamen Schreiber in der kalten Dachstube und von der sensiblen Dichterin im stillen Kämmerlein längst überholt – falls er überhaupt irgendwann der Realität entsprochen hat. Solange wir schreiben, sind wir allein, aber sobald wir damit aufhören, werden wir zu Autoren, von denen erwartet wird, dass sie sich um ihr Publikum und damit um Marketing kümmern.

Und das ist gar nicht so schwierig! Hier folgen ein paar Tipps, wie man ganz einfach, preiswert und (vielen besonders wichtig!) ohne aufdringlich zu wirken, für die eigenen Bücher und eBooks Werbung machen kann!

Los geht’s mit Printwerbung, also mit dem, was gedruckt wird.

Werbematerial:

Erfahrungsgemäß sind Miniplakate und Postkarten am sinnvollsten. Postkarten, natürlich mit dem Original-Buchcover als Motiv, haben viele Vorteile: Sie sind klein, stabil, man kann sie gut transportieren, verteilen und verschicken. Sie sehen wertig aus und fühlen sich auch so an, werden daher gern mitgenommen und weitergegeben. Also ein ideales Werbemedium, das zudem für Bücher selten genutzt wird. Nutzen Sie die positive Wirkung der Gratispostkarten besonders beim jüngeren Publikum für Ihr Buch! Lassen Sie mindestens 1.000 Stück drucken, das kostet in der Online-Druckerei max. 75,00 Euro. Vom Verlag bekommen Sie das Covermotiv im gewünschten Dateiformat. Fortgeschrittene bringen zusätzlich Zitate aus Rezensionen als Blickfänger auf die Postkarte.

Gewöhnen Sie sich an, immer ein paar Postkarten bei sich zu tragen. Sie sind von nun an so etwas wie Ihre Visitenkarte. Wenn Sie im Café, im Kino oder in der Bibliothek sind, fragen Sie immer, ob Sie Postkarten für Ihr Buch auslegen dürfen! 

Überlegen Sie, wo sich Ihre Leserschaft aufhält: im Bio-Supermarkt, im Wollladen, in der Oper, im Delikatessengeschäft, in einem Sportstudio, im angesagten Club? Hier ist es besonders sinnvoll, Postkarten zu verteilen. Und seien Sie mutig! Sie haben sich mit einer netten Verkäuferin unterhalten? Dann überreichen Sie ihr eine oder zwei Postkarten mit den Worten: „Das ist übrigens mein Buch.“ Trauen Sie sich einfach!

Miniplakate im Din A4-Format, ebenfalls mit dem Covermotiv, eignen sich gut, um sie in Verkaufsstellen anzubringen, oder als Hinweis auf eine Lesung. Auch bei der Lesung selbst kann man sie gut verwenden, z. B. als „Wegweiser“ zum Lesungsort, als Dekorationselement am Lesepult oder am Verkaufstisch. Im Online-Druck sind 100 Plakate für ca. 25,00 Euro erhältlich. 

Zusätzlich sollten Sie einen farblich passenden Aufkleber produzieren, auf dem z. B. „Hier erhältlich!“ oder „Verkauf hier!“ oder „Zur Autorenlesung“ stehen kann. Die Aufkleber können Sie im Kopierladen herstellen oder Sie beschriften per Hand geeignete Etiketten oder Moderationskarten, die Sie dann aufkleben. Dabei gilt: Niemals den Buchtitel oder Ihren Namen verdecken!

Von Flyern rate ich ab. Zum einen ist es für Laien eine echte Herausforderung, einen professionell wirkenden Flyer zu erstellen. Außerdem sind Flyer ein typisches Wegwerfprodukt, also ökologisch durchaus problematisch. Für neu eröffnete Geschäfte, Fitnessstudios oder für Theaterspielpläne mögen sie sinnvoll sein, aber für ein einzelnes Buch? Schließlich soll der finanzielle Aufwand in einem vernünftigen Verhältnis zum möglichen Gewinn stehen. 

Übrigens: Professionelle Unterstützung bei der Veröffentlichung Ihrer Manuskripte und noch mehr Marketingideen für Bücher und Kulturprojekte finden Sie hier! 

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Link zur Kulturspirale

Fundbüro – die größten Netzklopse

Aus einer E-Mail:

„Ihre Facebook-Seite könnte mehr Fans gebrauchen? Mit uns erhalten Sie zusätzlich bis zu 10.000 echte, reale, deutsche oder internationale Fans für Ihre Facebook Seite! Vergessen Sie die vollmundigen Versprechen von anderen Anbietern und testen Sie unsere deutschen Qualitäts-Fans für Facebook. Kommen Sie jetzt zum Marktführer!“

Hallo, geht’s noch? Mal abgesehen von der lausigen Formulierung schon dieses ersten Absatzes – was ist wohl der Unterschied zwischen „echten“ und „realen“ Fans? Und warum soll ich bei diesen vollmundigen Versprechen die vollmundigen Versprechen von anderen Anbietern vergessen, die doch eigentlich im Genitiv stehen müssten, die Anbieter – obwohl ich die vollmundigen Versprechen anderer Anbieter gar nicht vergessen kann, weil ich sie nicht einmal kenne. Alles gar nicht so einfach, denn die deutsche Sprache hat so ihre Tücken, aber immerhin passt ja hier der Stil (schlecht) zum Inhalt (mies). Und alles fügt sich aufs Feinste zu einem einheitlich unterirdischen Gesamteindruck.

Die Klippschule für Texter

Aber, lieber Marktführer, eines interessiert mich doch: Wie kann ich diese deutschen Qualitätsfans testen? Und worauf sind die eigentlich dressiert? Schaffen sie es vielleicht, in 30 Sekunden 40 Seiten zu liken? Oder können sie womöglich kommentieren, ohne zu wissen, was sie damit sagen? So wie ungefähr gefühlte 87 Prozent aller Facebookfans? (Selbstverständlich mit Ausnahme der meinigen! Die sind nämlich alle total schlau und vernünftig und kompetent.)

Eines ist jedenfalls klar: Im Blödsinn schreiben werden Deine deutschen Qualitätsfans sicherlich Probleme haben, mit Dir, lieber Marktführer, mitzuhalten …

Schreibcafé im FreiRaum!

Am 3. September ist es so weit: Dann startet um 17.00 Uhr das Schreibcafé im Restaurant Freiraum, gleich an der Friedenauer Brücke. Hier können alle*, die sich fürs Schreiben interessieren oder beruflich schreiben müssen, Tipps und Ratschläge erhalten und eigene Texte unter fachkundiger Leitung nach allen Regeln der Kunst und der DIN 5008 überarbeiten. Ob Bewerbungsschreiben, Behördenbrief oder Kurzgeschichte – einzige Bedingung: der Text darf nicht länger sein als eine DIN A4-Seite!

Wann: Montag, 3. September 2012, 17.00 bis 19.00 Uhr 

Wo: FreiRaum, Beckerstraße 12, 12157 Berlin
Kostenbeitrag: 5,00 Euro (inkl. 1 Softdrink)
– Anschließend findet der Kulturstammtisch der Kulturspirale statt. –

Die Friedenauer Schreibstube und die Kulturspirale bedanken sich sehr herzlich beim Restaurant FreiRaum für die Zusammenarbeit.



*Kleiner Tipp: Das Angebot ist auch für Schülerinnen/Schüler geeignet!