Neue Rechtschreibung – kein Problem! (4)

Heute eine sehr einfache Änderung: Wortverbindungen mit dem Verb (Tätigkeitswort) „sein“ werden getrennt geschrieben. Dies schließt natürlich auch sämtliche Verbformen ein, wie beispielsweise „war, gewesen“. Hier hat man eine sehr einprägsame eindeutige Regelung geschaffen. Das hört und liest sich jedenfalls schon mal sehr einfach.
Schwierigkeiten gibt es vor allem dann, wenn „sein“ nicht als Verb, sondern als Nomen (Hauptwort) verwendet wird. Dann kommen viele, auch versierte Schreiber ins Grübeln. In diesem Falle ist nicht nur die Großschreibung, sondern auch die Zusammenschreibung angesagt. Unser Zusammensein, mein Hiersein … das ist stilistisch nicht immer der große Wurf, aber korrekt. Trotzdem gibt es immer noch Zweifelsfälle.
Für die Olympischen Spiele gilt: Dabei sein ist alles! Oder heißt es: Dabeisein ist alles?
Tatsächlich sind hier beide Schreibungen erlaubt. Denn man kann nicht klar erkennen, ob es sich um ein Verb oder um ein Nomen handelt.
Übrigens gibt es eine Wortverbindung mit dem kleinen Wörtchen „sein“, in der ebenfalls die Zusammenschreibung erlaubt ist, wobei hier das zweite Verb nachgestellt wird. Es handelt sich um „seinlassen“ (mit Betonung auf dem „sein“), und zwar nur in der Bedeutung „etwas nicht tun“. Sie wollten ihn Sieger sein lassen – hier muss getrennt geschrieben werden.
Um diese kleine Ausnahme kümmere ich mich nicht. Ich empfehle in allen Fällen und der Einfachheit halber die Getrenntschreibung von Wortverbindungen mit dem Verb „sein“.

Heidegger

Gestern wieder ein grandioser Abend mit Pigor und Eichhorn und Vol. 7! Noch bis zum 24. Januar in der Bar jeder Vernunft, diesmal sogar mit Jazzbegleitung – ich könnt schon wieder …
Mit im Bunde bei dieser Aufnahme übrigens nicht Heidegger, wie man aufgrund der Überschrift annehmen könnte, sondern der Ulf.

Friedenauer Autorenstammtisch – wieder am 4. Januar!

Treffpunkt für literarisch Interessierte aus ganz Berlin, die sich über Gelesenes und Geschriebenes austauschen möchten. An jedem ersten Mittwoch eines Monats geht es um aktuelle Neuigkeiten, Informationen und Tipps aus der Welt des Schreibens. Los geht’s um 17 Uhr im „Hell oder Dunkel“, Laubacher Str. 28, 1497 Berlin (Nähe Bundesplatz).
Als Experte ist diesmal der “rasende Reporter” und Buchautor Rolf Kremming geladen, der sich auf viele Fragen zu seiner Arbeit freut.
Eine Veranstaltung der Kulturspirale, Gabriele Sikorski.
Weitere Informationen unter Telefon 030 33 77 28 32 oder sikorski@kulturspirale.de

Sprachgeschluder II

Ein kurzer Blick in www.tagesspiegel.de und gleich ein Treffer: „Nachdem Ideen für eine Neunutzung gescheitert waren, ordnete das Ordnungsamt mehrmals die Beseitigung des Wracks an. Doch wer ist zuständig? „Wir liegen seit vier Jahren darüber im Klinsch mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt“, sagt Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne). „


Autsch! Hat hier jemand eine Wette gewonnen? (… eine Pulle Schampus, dass ich diesen Klopper durchkriege …) Oder liegt hier einfach jemand im Clinch mit der Rechtschreibung?


(http://www.tagesspiegel.de/berlin/stadtleben/abgewrackt-die-alten-schiffe-verschwinden-aus-dem-urbanhafen/6002024.html)